Meinung zu ein "Grundeinkommen für alle"

  • Hallo an alle,


    ich hab mich hier angemeldet weil ich den unten stehenden Text von meinem VWL Lehrer bekommen habe, und ich ihm darüber meine Meinung schreiben sollte.
    Doch ich finde den Text schon ein wenig schwierig zu verstehen:confused:


    Darum wollte ich euch fragen ob ihr mir Eure Meinug schreiben könntet damit ich mir daraus meine Meinung bilden kann.


    Würde mich über ein paar nette Antworten freuen


    Mit freundlichen Grüßen


    Paddey911


    Anhang:


    Ein Grundeinkommen für alle
    von Thomas Straubhaar


    Die Idee eines bedingungslos gewährten Grundeinkommens will nichts mehr als eine Steuerreform. Es geht darum, die komplexe und wenig effiziente deutsche Umverteilungsmaschinerie zu vereinfachen und zu verbessern. Das undurchschaubare Geflecht von Personen bezogenen Steuern. Abgaben und Transfers sollen zu einem einzigen universalen Steuer-Transfer-Instrument zusammengezogen werden. Mit diesem Nettoprinzip kann ein durch die Politik festzulegendes Umverteilungsziel wesentlich zielgenauer erreicht werden als mit dem heutigen Bruttoprinzip, bei dem die unterschiedlichen und getrennten Steuer-. Abgaben und Transferkanäle im Endeffekt (also netto) vielfach lediglich zu einer uneffektiven Verschiebung aus der einen Tasche in die andere Tasche des breiten Mittelstandes führen und oft sogar eine gut gemeinte Verteilung von reich zu arm in der Realität schlecht gemachte gegenteilige Ergebnisse erzeugt. Völlig unstrittig ist es, dass die ökonomische Sinnhaftigkeit der Grundeinkommensidee mit der Höhe des bedingungslos gewährter Transfers steht und fällt, die ihrerseits ebenso unbestrittenerweise die Höhe des einheitlichen und gleich bleibenden Steuersatzes bestimmt, der für alle Einkommen aus Arbeit. Kapitalertragen, Dividenden. Miete und Pacht an der Quelle zu erheben ist. Die Höhe des Grundeinkommens festzulegen ist der Knackpunkt und bleibt eine politische Entscheidung.
    Dabei gilt ein äußerst einfacher Ökonomischer Zusammenhang: Ein hohes Grundeinkommen bedingt hohe Steuersätze, ein niedriges Grundeinkommen ermöglicht tiefe Steuersätze. Hohes Grundeinkommen und hohe Steuersätze verringern den Anreiz zu arbeiten, tiefes Grundeinkommen und tiefe Steuersätze verstärken den Anreiz zu arbeiten. Je höher der Anreiz zu arbeiten, umso einfacher wird das Grundeinkommen zu finanzieren sein, je geringer die Arbeitsanreize, umso weniger wird das Grundeinkommen finanzierbar sein. Thomas Straubhaar ist Direktor des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI).
    Bei einigermaßen vernünftigen Größenordnungen für ein bedingungslos gewährtes Grundeinkommen für alle, das nur an jene ausbezahlt wird, die seit Jahren dauerhaft legal in Deutschland leben (womit der von Horst Siebert befürchtete globale Sozialtourismus leicht zu verhindern ist), kommt man mit groben Überschlagsrechnungen bei einem monatlichen Betrag von 600 Euro auf einen Fiat-Rate-Steuersatz von brutto 50 Prozent, bei 800 Euro auf brutto 60 Prozent. Wichtig ist die Unterscheidung von brutto und netto deshalb, weil bei der Diskussion um ein bedingungslos gewährtes Grundeinkommen nicht das Brutto-, sondern das Nettoergebnis von Steuern und Transfers entscheidend ist. Anders formuliert: Es ist die große Illusion vieler, dass mit einem Grundeinkommensmodell die Masse der Deutschen keine Steuern mehr bezahlen, sondern nur noch von Transfers leben würde. Das Gegenteil ist der Fall: Genauso wie heute bliebe der überragende Teil der deutschen Wohnbevölkerung netto Steuerzahler. Das Grundeinkommen ist nichts anderes als ein Steuerfreibetrag in Höhe des Existenzminimums so wie er bereits heute in Deutschland allen gewährt werden muss. Damit ist auch ein anderer, immer wieder geäußerter Vorwurf entkräftet, nämlich dass auch Gutverdienende in den Genuss staatlicher Unterstützung kommen sollen. Sie „finanzieren" diesen Transferschlicht durch die Bruttobesteuerung Ihrer Einkommen. Im Gegenzug erhalten sie eine Entlastung durch das auch ihnen ausbezahlte Grundeinkommen, bleiben aber netto immer noch Steuerzahler. Das zeigt auch, dass wer besser verdient, netto immer noch mehr in die Staatskassen ,abführen muss, als jene die weniger verdienen. Erzielt eine Ärztin ein Bruttoeinkommen von 10 000 Euro und Ihr Gehilfe nur 3000 Euro und erhalten beide ein Grundeinkommen von jeweils 600 Euro, liegt bei einem für alle identischen Brutto-Steuersatz von 50 Prozent der Nettosteuersatz der Ärztin bei 44 Prozent |(nämlich 50 Prozent von 10 000 sind 5000 minus 600 Grundeinkommen ergibt 4400 von 10 000) und beim Gehilfen liegt er bei 30 Prozent (nämlich 50 Prozent von 3000 sind 1500 minus 600 Grundeinkommen ergibt 900 von 3000). Das einfache Beispiel zeigt auch, dass eine Flat-Rate-Tax mit einem Steuerfreibetrag progressiv wirkt.

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