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GINI-Koeffizient

  • Joanna
  • 2. Juli 2006 um 00:26
  • Erledigt
  • Joanna
    Benutzer
    Beiträge
    33
    • 2. Juli 2006 um 00:26
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich hab zwar inzwischen rausgefunden wie man den Gini-Koeffizienten errechnet, leider weiß ich aber nicht wie ich diesen Interpretieren soll!

    In meiner Aufgabe geht es m die Einkommensverteilung in einem Ort mit 5000 befragten Einwohnern. Der Gini-Koeffizient ist 0,5248... kann mir jemand sagen was das bedeutet???

  • frogface3
    Benutzer
    Beiträge
    56
    • 2. Juli 2006 um 10:55
    • #2

    Hallo,
    also ich habe mal kurz gegoogelt nach "Interpretation GINI",
    er spuckte mir u.a. zwei Seiten heraus:
    Interpretationsansätze (englisch)
    Interpretation (deutsch).

    Zu deinem speziellen Problem kann ich dir auf die Schnelle jetzt nichts sagen, aber ich hoffe diese allgemeinen Links helfen dir schon einmal etwas weiter.

  • Joanna
    Benutzer
    Beiträge
    33
    • 2. Juli 2006 um 11:24
    • #3

    Hallo,

    danke für die schnelle Antwort. Leider funktionieren die Links nicht!

  • Lura-Sharal
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    15
    • 2. Juli 2006 um 14:15
    • #4

    Hi,

    also soweit ich es bisher verstanden habe, sagt ein GINI-Koeffizient allein noch gar nicht viel aus.
    Der GINI-Koeffizient berechnet sich aus der Fläche zwischen der 45°-Linie und der Lorenzkurve geteilt durch die Fläche zwischen der 45°-Linie und der Uk-Achse. Dabei gilt: 0 </= G < 1
    Je größer G, desto größer ist die relative Konzentration.
    Den GINI-Koeffizienten benutzt man eher, wenn man zwei Märkte hat, bei denen sich die Lorenzkurven schneiden und man aus der Zeichnung nicht genau ablesen kann, welche Fläche größer ist... mit der Maßzahl G kann man genau zwischen größer und kleiner unterscheiden.

  • dr.niel
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    110
    • 2. Juli 2006 um 23:14
    • #5

    Der Gini-Koeffizient ist ein Maß für die Abweichung der vorliegenden Verteilung von der Gleichverteilung. Er ist allerdings immer mit der ihm zur Grunde liegenden Lorenzkurve zu betrachten, da er sonst nicht zu interpretieren ist.

  • Joanna
    Benutzer
    Beiträge
    33
    • 2. Juli 2006 um 23:56
    • #6

    O.k, also bei meiner Aufgabe ist das LKM genauso wie der Gini-Koeffizient 0,4. Was genau sagt mir das jetzt?

  • dr.niel
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    110
    • 3. Juli 2006 um 00:52
    • #7

    Was ist das LKM?

    Der Ginikoeffizient ist immer nur ein Maß für die relative Verteilungsgleichheit. (Je größer, desto ungleicher verteilt.) Wenn du dir anhand des Ginikoeffizienten Aussagen wie "15% der Bevölkerung besitzen 99% des Vermögens" oder ähnliches erhoffst, so ist dies nicht möglich. Derartige Aussagen erhälst du nur durch die Lorenzkurve.

    Der Ginikoeffizient von 0,4 bzw. 0,5248 (du schreibst zweimal was anderes) lässt lediglich die Interpretation zu, dass das Einkommen relativ ungleich verteilt ist. z.B weist die Einkommensverteilung in Deutschland den Ginikoeffizienten von 0,274 auf, in den USA beträgt er gar 0,408. Nach den Einschätzungen der Vereinten Nationen kommt es bei einem Gini-Koeffizienten oberhalb von 0,40 zu sozialen Unruhen.

    Beachte, das jedem dem gleichen Ginikoeffizienten mindestens zwei verschiedene Lorenzkurven zu Grunde liegen können. (Spiegelung der ursprünglichen Lorenzkurve an der Senkrechten zur Winkelhalbierenden, die durch die Punkte (0,1) und (1,0) verläuft). Daher ist sind detailierte Aussagen alleine anhand des Ginikoeffizienten nicht möglich.

    Vielleicht hilft dir dieses Tool weiter: http://www.fernuni-hagen.de/neuestatistik/…Lorenzkurve.htm

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