IS-LM-Modell - Verst�ndnisfragen

  • Hallo zusammen,


    es waere toll wenn mir hier jemand weiterhelfen koennte, ich befasse mich mit dem zeug schon seit 3 tagen durchgehend und es ist mir immernoch zu abstrakt um alles begriffen zu haben.


    Folgendes verstehe ich nicht ganz:


    1. Zu der LM-Kurve: Wenn das Geldangebot erhoeht wird, also die Geschaeftsbanken "liquider werden" und mehr Geld zugeschossen bekommen, warum erhoeht sich dann auch automatisch das Geldvermoegen der Wirtschaftssubjekte? Es sind doch nur die Banken die liquider werden, warum haben die Wirtschaftssubjekte auf einmal zwangsweise mehr Geld in den Taschen mit dem sie was anfangen muessen?


    2. Warum verschiebt sich die LM-Kurve dann ueberhaupt nach rechts (bei steigendem Geldangebot)?


    3. Wieso fallen die Zinsen bei einem Ueberschussangebot an Geld (im Diagramm waere das also ein Punkt ueberhalb der LM-Kurve)? Zinsen fallen ja, wenn der Kurs steigt, also vermehrt Wertpapiere gekauft werden, aber es kann doch auch sein, dass das Geld fuer Investitionen benutzt wird oder liegt das hier an dem eher hoeheren Zinssatz wenn der Punkt oberhalb der LM-Kurve liegt und es somit lohnender ist in Wertpapiere Geld anzulegen?


    4. Im IS-LM-Modell: Wenn ein Ueberschussangebot auf dem Guetermarkt (also oberhalb der IS-Kurve) und eine Ueberschussnachfrage auf dem Geldmarkt (also unterhalb/rechts von der LM-Kurve) besteht, was wuerde dann passieren um wieder ins Gleichgewicht zu kommen?
    Aufgrund der Ueberschussnachfrage auf dem Geldmarkt und um diese "abzubauen" muss die Spekulationskasse bzw. die Transaktionskasse gesenkt werden, also muss entweder Zinssatz steigen oder Einkommen fallen, oder?
    Im Skript steht, dass die Zinsen zuerst steigen, aber dann wieder fallen.
    Aber wieso steigt und sinkt der Zinssatz so in der Reihenfolge?
    Der Rückgang der Produktion ist wohl einfach dadurch zu erklären dass zuviel im Angebot war und dieses eben zurückgekurbelt wird...
    Wenn die Zinsen steigen: Ich wuerde mir vorstellen, dass die Subjekte dann Wertpapiere verkaufen um mehr Geld in der Tasche zu haben, wodurch dann auch die Zinsen steigen.
    Aber warum sinken sie dann wieder? Einfach weil der Kurs wieder attraktiver wird um in Wertpapieren Geld anzulegen aufgrund des gestiegenen Zinssatzes (bzw. gesunkenen Kurses)?


    5. In der expansiven Fiskalpolitik im IS-LM-Modell, wenn der Staat Staatsausgaben in die Wirtschaft schießt, warum verschiebt sich die IS-Kurve nach rechts? Das wäre ja gleichbedeutend mit einer Erhöhung des Einkommens, aber wieso steigt dieses? Also wie habe ich mir die Ausgaben als Erklärung für das steigende Einkommen vorzustellen?
    Bei Wikipedia steht, dass auch der Zinssatz hier steigen kann und sich die Investitionsnachfrage negativ auswirken kann, wie habe ich mir das zu erklären in Folge von Staatsausgaben? Was passierte dann damit?


    6. Bzgl. der Liquiditätsfalle: Diese tritt ja ein, wenn eine expansive Geldpolitik vonstatten geht, aber ein bereits niedriger Zinssatz vorhanden ist, weshalb die Wirtschaftssubjekte Spekulationskasse halten. Nun verstehe ich nicht, warum das Geld nicht für Investitionen gebraucht wird da der Zinssatz doch so niedrig ist, schließlich wäre das doch auch das normale Schema, nach einer expansiven Geldpolitik: der Zinssatz sinkt, Wertpapiere werden unattraktiv und das Geld wird investiert. Wenn der Zinssatz doch nun eh schon so niedrig ist, kann doch das neue Geld direkt für Investitionen gebraucht werden, was hält die Leute zurück?




    Ich weiss, das wurde jetzt etwas viel, aber es muss auch nicht jeder Punkt beantwortet werden, es waere schoen wenn sich jemand findet der Zeit/Lust hat zumindest einen der Sachen zu erklaeren, das waere toll...


    Ich danke schonmal fuer jegliche Muehe, es wuerde mir wirklich sehr helfen!



    Gruss,



    Frank