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Schäuble will schrittweise Rente mit 70

  • kordzen
  • 3. Dezember 2007 um 12:53
  • kordzen
    Anfänger
    Beiträge
    1
    • 3. Dezember 2007 um 12:53
    • #1

    Ich finde blödsinnig den Vorstoß von Schäuble,der das Rentenalter über 67 Jahre hinaus verschieben will.Schon jetzt sind Arbeitslose über 50 kaum vermittelbar. Das ist ein Programm zur indirekten Rentenkürzung.Das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus bedeutet weitere Abschläge und indirekte Rentenkürzung und wird schwieriger für Behinderten und Frauen und körperliche anstrengende Arbeiten ausübende Arbeitnehmer(Dachdecker,Maurer,Bergleute,Bauarbeiter...)


    Ich denke ,Wir müssen sich daran gewöhnen,dass wir bis ans Grab schuften.Große Koalition wird Rente mit 70 in der zweiten Halbzeit der Legislaturperiode beschließen.Das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus führt zu einem Anstieg der Vorruhestandsarmut und geht an der Realität vorbei.Darüber Hinaus muss man private Vorsorge zukünftig wegen der Rentenpolitik der großen Koalition treffen.

    Zitat

    Schäuble geht Rente mit 67 nicht weit genug - Yahoo! Nachrichten Deutschland

    20. November 2007

    Schäuble geht Rente mit 67 nicht weit genug

    Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht davon aus, dass das Rentenalter über 67 Jahre hinaus verschoben wird. Mit der Erhöhung des Rentenalters auf 67 "sind wir noch nicht am Ende", sagte Schäuble dem Wirtschaftsmagazin "Capital". "Wir brauchen eine allmähliche Anhebung der Lebensarbeitszeit, eine stärkere Flexibilität." Gleichzeitig dämpfte der Bundesinnenminister Erwartungen an neue Reformen in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode. Jetzt brauche die Regierung Zeit, die bereits beschlossenen Reformen umzusetzen. "Eine Regierung muss nicht jeden Monat ein neues Gesetz verabschieden."

    Schäuble mahnte gleichzeitig die CDU, sich von radikalen Reformprogrammen zu verabschieden. "Wer zu schnell verändern will, kriegt eins auf die Nuss und erreicht gar nichts", sagte er weiter. Alle in der Union hätten über das schlechte Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2005 nachgedacht. "Wenn man für seine Position nicht hinreichend Zustimmung findet, dann entspricht es den guten Regeln der offenen Gesellschaft, dass man daraus lernt." Die deutsche Gesellschaft reagiere auf Reformpläne "nun mal mit starken Beharrungskräften".

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  • wiesel27
    Benutzer
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    93
    • 9. Dezember 2007 um 18:55
    • #2

    Ich stimme dem ganzen auch nicht zu, aber mit unserem Rentensystem geht das halt mal nicht anders. Die Leute werden aufgrund der guten medizinischen Versorgung immer älter und beziehen damit auch immer länger Rente. Allerdings geht denen halt das Geld aus und deswegen soll länger gearbeitet werden.

    Dazu kommen natürlich auch noch die ganzen "Zugewanderten", die natürlich auch alle Ihren Rentenanteil wollen. Die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze jedoch werde immer weniger, da sind solche Dinge nun mal vorprogrammiert.

    Bedanken können wir uns da bei den Regierungen Kohl, Schröder und Merkel.

    Unser Problem wird nicht sein, daß günstige Gelegenheiten für wirklich motivierte Menschen fehlen, sondern daß motivierte Menschen fehlen, die bereit und fähig sind, die Gelegenheiten zu nutzen.

  • obiwan
    Anfänger
    Beiträge
    21
    • 24. März 2008 um 22:12
    • #3

    Man sollte eher den Anreiz verbessern, dass Frauen Kinder kriegen, als dass man alte Menschen dazu zwingt, ewig zu arbeiten. Denn wie schon gesagt wurde, alte Menschen sind sowieso schon schwer vermittelbar und wenn ich mir dann vorstelle, wie manch so ein gebrechlicher Mensch mit 70 vor sich hindümpelt und grad mit Müh und Not seine Arbeit verrichten kann .. nein. Das find ich nicht gut. Ausserdem, mag ja sein, dass manche mit 70 noch fit sind. Aber ab dann gehts bergab und einen schönen Lebensabend kann man so vergessen.

    Besser wäre es, den Anreiz zum Kinder kriegen zu verbessern und die Jugendkriminalität mehr einzudämmen. Man sollte der Zukunft Möglichkeiten bieten und nicht die Lösung im Alter suchen. Denn wenn die Zukunft durch fleissige Zahler gesichert ist, dann ist das bei weitem besser, als wenn man das Alter zu Tode schröpft.

    Die Signatur befindet sich im Aufbau.

  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 31. März 2008 um 03:08
    • #4

    Man sollte mal ernsthaft darüber reflektieren, ob ein derart gestaltetes Rentenversicherungssystem in einem Land, in dem die Leute nur ein Drittel ihrer Lebenszeit berufstätig sind (dann noch nicht mal zwangsläufig sozialversicherungspflichtig) und die restliche Lebenszeit in Ausbildung oder Rente verbringen, grundsätzlich überhaupt funktionieren kann.

    kordzen:
    Bei der Gestaltung eines Rentenversicherungssystems sollte man langfristig denken und davon ausgehen, dass der Arbeitsmarkt funktioniert. Arbeitslosigkeit ist ja nicht Gott-gegeben, sondern Politiker-gemacht.
    Aber ich gebe dir Recht, selbst bei Vollbeschäftigung wäre die Finanzierung der Rente, völlig ohne Kapitaldeckung, schwierig genug bis unmöglich...

    Die Renten sind sicher, hieß es damals. Vom Rentenniveau hat der Herr Blüm je nicht gesprochen ;)

    -granti

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