Makroökonomie

  • Hi,ich glaub ich geb es langsam mit VWL auf. Will doch eigentlich nur BWL studieren:(
    Vielleicht findet sich hier ja jemand,der mir mit Aufgabe weiter helfen kann!?
    Schon mal im voraus besten Dank!!!!!!!:)
    1.Gegeben sei ein einfaches Modell einer Volkswirtschaft:
    (1)YN = C(Y) + I
    (2)C = c Y + Caut
    (3) I = Iaut
    (4)Y= YA = YN

    mit der effektiven Nachfrage YN, der Konsumquote c, den autonomen Konsumausgaben Caut, den autonomen Investitionsausgaben Iaut und der Produktion YA.

    Die Bürger des Landes A müssen rund 75 % ihres Einkommens für die laufenden Konsumausgaben. Daneben müssen sie jede Periode mit einem fixen Ausgabenteil von 100 Einheiten rechnen. Die Unternehmen der Modellwirtschaft investieren in der
    gleichen Periode 100 Einheiten (z.B. Mrd. €).
    a) Interpretieren Sie die Konsum-, dieSpar- und die Investitionsfunktion in eigenen
    Worten und spezifizieren Sie diese mit den obigen Angaben.
    b) Berechnen Sie das gleichgewichtige Einkommen und stellen Sie den Sachverhalt imnachfolgenden Diagramm grafisch dar.
    S, I


    Y





    c) In jüngster Zeit hat sich das Investitionsverhalten der Unternehmer geändert. Sie tätigen einen Teil ihrer Investitionen neuerdings in Abhängigkeit vom Zinsniveau. Ökonometrische Berechnungen haben ergeben, dass sich das Investitionsverhalten durch die Gleichung I(i)=10/i beschreiben lässt. Bestimmen Sie die IS-Funktion. Was ist darunter zu verstehen?

    d) Die Verhaltensgleichungen auf dem Geldmarkt in der Modellwirtschaft lassen sich
    durch folgende Funktionen beschreiben.
    - Das Geldangebot ist autonom gegeben und beträgt 200 Einheiten.
    - Die Transaktionskasse beläuft sich auf 10 % des Einkommens, also LT = 0,1 Y.
    - Die Spekulationskasse lässt sich durch folgende Gleichung beschreiben: LS=10/i
    Berechnen Sie die LM-Kurve. Was sagt diese aus?
    e) Die konjunkturelle Belebung durch den Mauerfall führte zu einem deutlichen Preisanstieg in Deutschland. Um den weiteren Aufwärtsbewegungen entgegenzutreten, entschloss sich die Deutsche Zentralbank zu einem restriktiven geldpolitischen Kurs. Zu welchen Änderungen auf die Lage der IS- und LM-Kurve führt eine kontraktive Geldpolitik und zu welchen Konsequenzen für Einkommen und Zinssatz. Stellen Sie den Anpassungsprozess im folgenden Schaubild grafisch dar. Welche Auswirkungen hat diese Politik auf die Investitionen?

  • Vielleicht findest Du ja auch hier eine Antwort:
  • O Gott, IS-LM-Modell, lang ist's her...
    ...mal probieren:


    a) Interpretieren:
    Da ist wohl nach der Bedeutung der Variablen gefragt, also c, Caut, s, Iaut erklären...
    Spezifizieren:
    C = 0,75 Y + 100
    I = 100
    S = sY = 0,25 Y (ergibt sich aus Y = C + I bzw. Y = C + S, also c + s = 1)


    b) C(Y) und I in Y(N) einsetzen, nach Y auflösen => gg. Einkommen
    ...mit der Grafik kenn ich mich nicht aus.


    c) ...jetzt: I = 10/i + 100
    ...wieder alles in Y(N) einsetzen, nach i Auflösen; das ergibt eine Gleichung von i in Abhängigkeit von Y; das ist die IS-Kurve.
    Die IS-Kurve steht für alle denkbaren Kombinationen von Y und i, bei denen der Gütermarkt (bzw. der Kapitalmarkt) im Gleichgewicht ist.


    d) LM-Kurve:
    Geldangebot muss gleich Geldnachfrage sein, damit der Geldmarkt im Gleichgewicht ist, also:
    M(s) = M(d)
    200 = 0,1 Y + 10/i


    ...das Ganze jetzt nach i in Abhängigkeit von Y auflösen (also genau wie bei der IS-Kurve), et voila: LM-Kurve.
    Interpretation analog zur Interpretation der IS-Kurve, ersetze nur "Gütermarkt" durch "Geldmarkt".


    e) Die Zentralbank senkt das Geldangebot; das hat auf die IS-Kurve keinen Einfluss; die LM-Kurve verschiebt sich dadurch nach links. In der Folge steigt i, während Y sinkt.
    Die Investitionen gehen zurück, wenn der Zinssatz steigt (siehe I = 10/i + 100).


    Grüße,
    -Granti


    P.S.: Ja, ich weiss schon, VWL ist die Hölle für BWLer und Nebenfachstudenten; wurde mir schon von verschiedenen Seiten zugetragen...
    ...einige BWLer sind davon aber dermaßen begeistert (und enttäuscht von BWL), dass sie spätestens nach dem Vordiplom wechseln; der umgekehrte Fall kommt eher selten vor ;-)