Beiträge von Seawolf

    Hey Aleca,


    danke für deinen post.
    ich denke, ich werde das jetzt durchziehen und die augen nach möglichkeiten offenhalten, dennoch etwas zu finden, was meinen vorstellungen gerecht werden könnte.
    die überwindung das alles hinzuschmeißen ist mittlerweile einfach zu groß geworden und ich glaube kaum, dass ich mir das je verzeihen könnte. auch ist der drang zur finanziellen unabhängigkeit und endlich befreit von prüfungsangst und -stress zu sein sehr groß.
    ich denke in dem bereich gibt es einfach sehr viele möglichkeiten etwas passendes zu finden, wo man sich viell. auch noch in eine andere richtung weiterentwickeln kann.


    lg

    Hallo,


    viele werden sich jetzt mit Sicherheit an den Kopf fassen, aber ich komm alleine mit meinem Problem nicht mehr weiter.


    Ich studiere momentan im 6. Semester BWL auf Diplom an der Uni und momentan läuft alles ganz gut soweit...naja, bis auf eine Sache....
    Würde man mich fragen, warum ich diesen Studiengang wählte, oder was ich für Ziele damit konkret verfolge, würde ich wohl ziemlich ins stottern geraten und ihm keine plausible und logische Antwort liefern können.
    Wie es nun genau zur Wahl des Studienganges gekommen ist, möchte ich jetzt hier nicht näher erläutern, da es wohl einer längeren Erklärung bedürfte bzw. den Rahmen sprengen würde.
    Fakt ist, dass mir in letzter Zeit immer mehr bewusst geworden ist, dass ich mit der Wahl einen großen Fehler begangen hab (welchen ich nie wirklich für wahr haben wollte), da ich, nun, wie soll ich es sagen, immer weniger Interesse für die BWL und deren Vorlesungen hege(bis auf wenige Ausnahmen, wie z.B. Wirtschaftsinformatik, teilweise Marketing)
    Ich kann mich nicht mehr von meiner Persönlichkeit und meinen späteren Berufs- und Lebensvorstellungen her damit identifizieren. Warum und wie es dazu gekommen ist, sei jetzt mal dahingestellt.
    Ich trage permanent nur noch(insbesondere, wenn es auf die Prüfungen zu geht) einen inneren Konflikt in mir aus, der darin besteht, dass ich auf der einen Seite alles hinschmeißen will und auf der anderen Seite das durchziehen "will". Dieser Konflikt hat sich jetzt erst wirklich soweit entwickelt, dass ich über dieses "hinschmeißen" so intensiv nachdenke.
    Wenn ich über das, was ich in dem Studium wirklich mitgenommen hab, nachdenke, wird mir außerdem echt übel. Denn ich komme mir nicht mal annähernd vom Wissensstand wie ein Sechstsemestler der BWL vor (anscheinend ganz im Gegensatz zu den Komillitonen). Das macht mir auch ziemlich viel Angst, da ich bald auch mal ein Praktikum absolvieren müsste und ich mich dafür ziemlich unvorbereitet fühle(genauso wie für die Berufspraxis). Das soll jetzt hier aber erstmal eine Nebenrolle spielen.
    Jedenfalls bin ich, wie auch immer, nun schon so weit und kann für diesen Konflikt einfach keine Lösung finden. Ich müsste noch 3-4 Semester studieren und wäre dann hoffentlich fertig. Aber was dann? Ich bezweifle, zumindest momentan, dass ich später damit wirklich glücklich werden könnte (geschweige denn erfolgreich...)
    Aber jetzt alles einfach so wegzuschmeißen? Den ganzen Stress und die ganze Arbeit umsonst?
    Wenn ich es durchziehen würde, würde ich halt "gerne" beruflich in Richtung Marketing in Bezug auf Musik(oder halt allgemein Medien oder sowas in der Art) gehen wollen. Es müsste auf jeden Fall mit viel Abwechslung und Kreativität in Verbindung stehen. Aber im Zusammenhang mit meiner Studienwahl bezweifle ich, dass ich auf sowas Chancen hab... (denn was bringt mir da schon z.B. eine staubtrockene Marktforschungsvorlesung ohne jeglichen Praxisbezug)
    Was denkt ihr? Was würdet ihr (falls es euch möglich ist, sich irgendwie in meine recht außergewöhnliche Situation zu versetzen) tun? Alles hinwerfen, nochmal neu anfangen? Oder es doch durchziehen und sehen, ob man irgendwas findet, dass einen erfüllt?! Habt ihr Vorschläge für mögliche Berufsfelder?


    Über eure Meinung/Antwort/Ratschläge/Hilfe wäre ich sehr, sehr erfreut!