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Fiskalpolitik

  • redrose
  • 6. Juni 2008 um 00:40
  • Erledigt
  • redrose
    Anfänger
    Beiträge
    1
    • 6. Juni 2008 um 00:40
    • #1

    Hallo!

    Bin etwas ratlos und hoffe, dass mir vielleicht jemand bei folgenden Fragen weiterhelfen kann:

    1. Ist mit Fiskalpolitik generell die Theorie von Keynes zu verstehen (nachfrageorintiert) oder kann sich diese Fiskalpolitik auch an das Angebot orientieren und inwiefern?

    2. Lässt sich eine ganz allgemeine Definition zu Fiskalpolitik aufstellen? Habe bisher zu viele verschiedene Ansätze dazu finden können...

    3. Was sind allgemein die wichtigsten "Schlagwörter" zum Thema Fiskalpolitik?

    Wäre echt nett, wenn mir darauf jemand antworten könnte...muss das Thema gerade wissenschaftlich für ein Seminar vorbereiten, studiere aber eigentlich gar keine VWL. :o

    Liebe Grüße,
    redrose :)

  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 12. Juni 2008 um 03:21
    • #2

    Hi.

    Ich würde sagen unter Fiskalpolitik kann man alle finanziellen, staatlichen Eingriffe in Märkte subsumieren (regulative Eingriffe fallen glaub ich nicht darunter).

    Also Besteuerung von Arbeit oder Gütern, Subventionierung von Gütern, Transfers an Haushalte (bzw. an "Arbeit"), staatliche Nachfrage (z.B. Straßenbauaufträge an Privatunternehmen), staatliches Angebot (fällt mir gerade nix ein).

    Übrigens würde ich die Fiskalpolitik, wie sie oft definiert und verstanden wird nicht zwangsläufig mit Keynes gleichsetzen.
    Häufig wird Fiskalpolitik als Mittel zur "Glättung" konjunktureller Schwankungen verstanden (antizyklische Fiskalpolitik); für Keynes war Fiskalpolitik aber eher ein Mittel zur Relativierung unsicherer Zukunftserwartungen, wofür mindestens konstante, eher aber steigende, stetige Staatsausgaben benötigt würden.
    Außerdem kam für Keynes das sog. "deficit-spending", also Staatsausgaben, die mit Schulden finianziert werden, nicht in Frage (letztendlich aus dem selben Grund).

    Die negativen Effekte der Fiskalpolitik werden aber trotzdem gerne Keynes in die Schuhe geschoben, obwohl sie seiner (ansonsten auch nicht ganz fehlerfreien) Theorie widersprochen haben.

    Grüße,
    - granti

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