ESA STW01N - Aufgabe 11

  • Hallo zusammen,






    ich sitze gerade vor der ESA für STW01N und hänge ein wenig an der Aufgabe 11.



    Z kauft am 09.10.2008 ein Grundstück für 250.000 € in Stuttgart. Dieses Grundstück gehört fortan zu dem Privatvermögen des Z.



    Am 11.05.2014 veräußert Z das Grundstück für 260.000 €. Der Kaufpreis wird jedoch nicht in einem Betrag gezahlt, sondern wie folgt gestundet:



    240.000,00 €


    am 11.05.14,

    10.200,00 €


    am 11.06.15,

    9.400,00 €


    am 10.06.16 und weitere

    400,00 €


    am 02.01.17.



    Im Zuge der Stundung werden angemessene Stundungszinsen vereinbart, welche in 2017 zu zahlen sind.



    Würdigen Sie den Sachverhalt steuerlich.


    Folgendes habe ich geschrieben, bin mir aber nicht sicher, ob das ausreicht oder ob ich ggf. etwas gaz anderes schreiben muss. Es wäre super, wenn mir da einer kurz helfen könnte. Muss ich noch mehr auf die Stundung oder die Stundungszinsen eingehen?



    Der Verkauf des Grundstücks im Jahr 2014 stellt ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG dar.



    Ein Veräußerungsgeschäft mit Grundstücken liegt vor, wenn der Zeitraum zwischen der Anschaffung und der Veräußerung nicht mehr als 10 Jahre beträgt.



    Wenn das veräußerte Grundstück seit der Anschaffung ununterbrochen zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde liegt ein privates Veräußerungsgeschäft vor.



    Auch wenn es im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangen Jahren ausschließlich zu eignen Wohnzwecken genutzt wurde, liegt ein privates Veräußerungsgeschäft vor.




    Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben steuerfrei, wenn der aus sämtlichen im Kalenderjahr angefallenen privaten Veräußerungsgeschäfte eingenommene Gesamtgewinn weniger als 600,00 Euro beträgt. Dies ist eine Freigrenze. Sollte diese überschritten werden, ist der Gesamte Gewinn steuerpflichtig (§23 Abs 3 S. 5 EStG)

    Veräußerungspreis 260.000,00 €



    Anschaffungspreis 250.000,00 €



    steuerlicher Veräußerungsgewinn 10.000,00 €




    Eine Stundung gilt als freiwilliges Entgegenkommen.



    Private Veräußerungen von Grundstücken als sonstige Einkünfte gem. § 22 Nr. 2 in Verbindung mit § 23 EStG sind der Besteuerung unterworfen, sobald die der Veräußerungsgewinn die Freigrenze in Höhe von 600 Euro übersteigt.




    Einnahmen sind innerhalb des Kalenderjahres bezogen, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind (§11 EStG)

  • Hallo Andreas,


    soweit hast Du alles richtig erfasst! Du solltest mehr auf die einzelnen jährlichen Zahlungen eingehen, dabei wirst Du dann einen anderen zu versteuernden Betrag feststellen. Wenn Du zum Schluss noch angibst, dass die Stundungszinsen steuerpflichtig sind nach §..... dann hast du die Aufgabe perfekt gelöst.


    Viele Grüße

    Andrea

  • Vielen Dank für die Hilfe, das half mir auf jeden Fall weiter.


    Ich wünsche dir einen guten Wochenstart.


    Liebe Grüße