Berechnung des zu versteuernden Einkommen / Zusammenveranlagung

    Berechnung des zu versteuernden Einkommen / Zusammenveranlagung

    Hallo meine Lieben!

    Ich wage es ja gar nicht, dieses Thema schon wieder hier reinzustellen, da ich schon ein paar Fragen zu der selben Sache in diesem Forum gefunden habe. Ehrlich gesagt, bringen die einzelnen Aussagen einen aber nicht gerade weiter...mich jedenfalls nicht.

    Ich stelle die komplette Aufgabe am besten einfach mal ein und darunter die Lösung, die ich bis jetzt schon habe. Ich komme echt nicht weiter. Je öfter und länger ich mir diesen ganzen *räusper* Schrott durchlese, desto mehr komme ich durcheinander. Also, auf geht's...

    Aufgabe:
    Berechnen Sie das zu versteuernde Einkommen der Eheleute Hans und Helga Muster für das Jahr 01. Gehen Sie dabei nach dem in R3 EStG abgedruckten Schema vor und begrpnden Sie Ihre Entscheidungen anhand einschlägigen Vorschriften!

    Persönliche und wirtschaftliche Verhältnisse Hans und Helga Muster im Jahr 01
    Hans Muster, geb. am 01.01.1955, und Helga Muster, geb. am 01.01.1956, wohnen seit 1980 in Darmsatdt und betrieben dort eine Metzgerei.

    Metzgerei Hans Muster:
    Hans Muster ist gelernter Metzgermeister und betriebt eine Metzgerei in eigenen Räumen. Zum 31.12.00 und 31.12.01 wurden folgende Bilanzen erstellt:
    Bilanz per 31.12.00
    Aktiva:
    Grund und Boden 50.000,00€
    Gebäude 80.000,00€
    Pkw 10.000,00€
    Warenbestand 10.000,00€
    Forderungen 10.000,00€
    Beteiligung Natursarm GmbH 10.000,00€
    Bank 10.000,00€
    Kasse 20.000,00€
    200.000,00€

    Passiva:
    Darlehen 40.000,00€
    Lieferantenschuld 15.000,00€
    Umsatzsteuer 5.000,00€
    Kapital 140.000,00€
    200.000,00€

    Bilanz per 31.12.01
    Aktiva
    Grund und Boden 50.000,00€
    Gebäude 75.000,00€
    Pkw 5.000,00€
    Warenbestand 10.000,00€
    Forderungen 10.000,00€
    Beteiligung Natursarm GmbH 10.000,00€
    Bank 35.000,00€
    Kasse 25.000,00€
    220.000,00€

    Passiva:
    Darlehen 20.000,00€
    Lieferantenschuld 10.000,00€
    Umsatzsteuer 5.000,00€
    Kapital 185.000,00€
    220.000,00€

    Zu der Bilanz zum 31.12.01 gibt es folgende Erläuterungen:
    - Hans Muster hat zu privaten Zwecken 60.000,00€ entnommen.
    - Hans Muster hat Einlagen von 10.000,00€ geleistet.
    - Aus der Beteiligung an der Naturdarm GmBH erhielt Hans Muster eine Bardividende von 10.000,00€, die er als Ertrag erfasst wurde. Eine ordnungsgemäße Steuerbescheinigung liegt vor. NachAbzug der Kapitalertragssteuer und der Solidaritätszuschlages wurde die Nettodividende auf das betriebliche Bankkonto überwiesen.

    Arbeitsverhältnis Helga Muster:
    Helga Muster ist im Betrieb ihres Mannes angestellt. Sie macht die Lohn- und Gehaltsabrechnung für die Beschäftigten sowie die Buchführung. Dafür erhält sie ein monatliches Bruttogehalt von 2.000,00€. Das Arbeitsverhältnis ist formell nicht zu beanstanden. Die Steuern und Sozialabgaben sind ordnungsgemäß abgeführt worden.

    Mietwohnung Hans und Helga Muster:
    Hans und Helga Muster kauften in 01 gemeinsam ein 1 000qm großes Mietwohngrundstück (Baujahr 1985) mit 6 gleich großen Wohnraum für 2.000.000,00€ zuzüglich 3,5% Grunderwerbssteuer. Der Wert des Grund und Bodens beträgt 500,00€ / qm. Der Kaufvertrag datiert vom 01.08.01. Übergang Besitz, Gefahr, Nutzen und Lasten war der 01.09.01. Nach dem Kaufvertrag sind Hans und Helga Muster je zur Hälfte Eigentümer des Grundstücks.
    Die Wohnung haben Sie vermietet. Die monatliche Mite je vermieteter Wohnung beträgt 2.000,00€ zuzüglich 250,00€ Nebenkosten für Wasser, Strom und Heizung. Die Miete und die Nebenkosten sind jeweils zum Monatsende fällig. Fünf der Mieter zahlen immer pünktlich. Ein Mieter ist etwas schlampig. Bis November 01 zahlt er pünktlich. Die Dezembermiete zahlt er erst nach einer mündlichen Aufforderung im Januar 02, sie wird dem Konto von Hans und Helga am 09.01.02 gutgeschreiben.
    Zur Finanzierung des Kaufpreises haben sie einen gemeinsamen Kredit über 1.500.000,00€ aufgenommen, der ihnen unter Abzug eines Disagios von 10.000,00€ am 01.09.01 ausgezahlt wurde. Sie bezahlten damit am 02.09.01 den Kaufpreis. Die monatliche Zinsbelastung beträgt seit dem 01.09.01 5.000,00€.
    Im Jahr 01sind noch 12.000,00€ weitere Aufwendungen, insbesondere Kosten für Strom, Heizung und Wasser für das Grundstück angefallen.

    Geldanlage Helga Muster:
    Helga Muster hat ihr Geldvermögen bei XYZ-Bank angelagt. Im Jahr 01 erzielt sie folgende Erträge:
    Aktiendepot: Gutschrift von 12.000,00€ Dividende aus der Beteiligung an verschiedenen Aktiengesellschaften
    Sparbuch: Gutschrift von 6.000,00€ Zinsen
    Einen Freistellungsantrag hat sie nicht erteilt. Steuerbescheinugungen liegen - soweit erforderlich - vor. Hans hat keinerlei Einkünfte aus Kapitalvermögen.

    Sonderausgaben Hans und Helga Muster:
    Um für das Alter vorzusorgen, hat Hans muster zu Beginn seiner Selbstständigkeit eine Lebensversicherun abgeschlossen, für die er im Jahr 01 6.000,00€ an Beiträgen geleistet hat. Zusammen mitd em Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung seiner Frau Helga von insgesamt 3.000,00€ haben die Eheleute Hans und Helga Muster insgesamt 9.000,00€ an Vorsorgeaufwendungen geleistet.
    Darüber hinaus wurden Helga im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses 600,00€ Lohnkirchensteuer einbehalten und Hans musste im Jahr 01 1.000,00€ Kirchensteuervorauszahlungen an das Finanzamt zahlen.


    Mein bisheriger Lösungsweg:

    Ehemann / Ehefrau / Insgesamt
    Einkünfte aus Gewerbebetrieb 70.000 / --- / 70.000*
    Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit --- / 24.000 / 24.000**
    Einkünfte aus Kapitalvermögen --- / 12.000 / 12.000***
    Einkünfte aus Vermiet.&Verpachtung 25.875 / 25.875 / 51.750****
    = Gesamtbetrag der Einkünfte 95.875 / 61.875 / 157.750
    Sonderausgaben 1.000 / 600 / 1.600
    Vorsorgeaufwend./Vorsorgepauschale 6.298 / --- / 6.298
    = Einkommen 88.577 / 61.275 / 149.852
    = zu versteuerndes Einkommen 88.577 / 61.275 / 149.852


    * 220.000,- €
    - 200.000,- €
    = 20.000,- €
    + 60.000,-€
    - 10.000,- €
    = 70.000,-€

    ** 2.000,-€ x 12 Monate = 24.000,- €

    *** 12.000,-€ -> nach §3 Nr. 40 EStG zur Hälfte steuerfrei = 6.000,- €
    6.000,- € -> keine Erteilung eines Freistellungsauftrages
    6.000,- € + 6.000,- € = 12.000,- €

    **** 5 x 2.250,- € = 11.250,- € x 4 Monate = 45.000,- €
    2.250,- € x 3 Monate = 6.750,- €
    45.000,- € + 6.750,- € = 51.750,- €


    Das war's. Zu mehr bin ich irgendwie einfach nicht im Stande. An der obigen Lösung habe ich bis jetzt nun schon mehr als 1 Woche gesessen. Zum einen denke ich aber, daß das komplett falsch ist (??) und zum anderen habe ich keinen blassen Schimmer, wo ich die Sache mit dem gekauften Mietwohngrundstück, die Zinsbelastung für das Darlehen und die weiteren Kosten in Höhe von 12.000,- € einfügen soll...geschweige denn, ob da noch irgendwas zu berechnen ist.

    Also BIIIIIITTEEEEEEEE, helft mir...irgendjemand!!!!!

    Und danke schon mal jeden von euch, der mir dabei ein bißchen unter die Arme greift, habt noch ein schönes Wochenende...

    ...liebe Grüße
    Steffi :byebye:
    Hy!

    Eine Fallstudie habe ich schon durch. Ich glaube, das war Volkswirtschaftslehre. Thema war u.a anderem die Rente und der Altersaufbau in Deutschland.

    Jetzt habe ich die Fallstudie "Finanzierung" angefangen. Für Steuerlehre fehlt mir echt der Nerv. Wenn man zu Beginn schon weiß, daß man eh nicht mehr weiterkommt, denke ich, bringt das ganze nix mehr. Bei Steuerlehre hänge ich auch wirklich nur an der 1. Fallstudie. Die beiden zu den Themen Umsatzsteuer und Abgabenordnung habe ich schon durch.

    Würde mich also echt freuen, wenn mir hier ein wenig auf die Sprünge geholfen wird.

    Liebe Grüße und nen schönen Abend noch!

    Steffi